Eine Kampfkunst, sei es nun Aikido, Taekwondo oder Judo, lässt sich immer unter drei Aspekten, die es zu beachten gilt, betrachten. Der erste, einsichtigste Aspekt ist wohl die praktische Anwendung, die im Wettkampf ihren Ausdruck findet. Auch wenn dies nicht in den Vordergrund tritt, ist der zweite Aspekt, die mentale Komponente, eng mit ihr verbunden. Der dritte Aspekt, den man im Kampfsport kaum erkennen wird, ist die philosophische Seite einer Kampfkunst. Diese drei Seiten bedingen sich gegenseitig, wobei jede in Erscheinung treten wird. Dies ist aber abhängig davon, ob der Schüler genügend Geduld aufbringen kann, um alle drei Bereiche ausleben und damit würdigen kann. Der philosophische Aspekt wird im Rahmen eines leistungsbezogenen Trainings zurückstecken. Ohne mentale Stärke wird ein Schüler auf Meisterschaften keine Leistung erbringen können. Tritt die leistungssportliche Karriere in den Hintergrund, wird sich der ältere Sportler der philosophische Seite zuwenden. Diese findet in festgeschriebenen Übungsformen, den Katas, ihren Ausdruck. Der Kampfsport ist Teil der Kampfkunst, deren drei Bereiche als ganzheitliches Prinzip gelten.