Viele Eltern, Lehrer/innen und Erzieher/innen machen tagtäglich innerhalb und außerhalb der Schule die Erfahrung, wie faszinierend Aggressionen für Kinder sind. Von außen ist es oft schwer zu erkennen, wo der Spaß aufhört und der Ernst anfängt. Dass aus einer harmlosen Rauferei eine unfaire Schlägerei wird, ist auch keine Seltenheit.
So heißt oft das Eingrenzen von Aggressionen, den Versuch zu unternehmen diese völlig zu verbieten. Es gilt aber, Aggressionen in die Welt der Kinder mit einzubeziehen, ohne dabei das Wohlergehen anderer zu beeinträchtigen.
Dies gelingt nur, wenn Kinder lernen, kontrolliert mit ihrem eigenen und respektvoll mit dem Körper anderer umzugehen.
„Sportliche Aktivitäten sind dabei Inhalt und Methode der offenen Jugendarbeit zugleich. Sie sind häufig das einzige Mittel, um an “problematische” männliche Jugendliche heranzukommen und sie in die offene Jugendarbeit zu integrieren. Im Sport und durch Sport und Spiel lernen junge Menschen Enttäuschungen zu verarbeiten, Regeln einzuhalten, Konflikte zu bearbeiten.“ (nach Pilz 2001, in: „Judo – Chance in der Gewaltprävention?“)